Der Förderverein Düsseldorfer Karneval e.V.
An einem Donnerstag Abend saßen, irgendwann im Jahr 1997, Klaus Bungert, Günter Pagalies und Jürgen Rieck bei ihrem wöchentlichen Skatspiel im Scheutens Bierhaus auf der Kaiserswerther Straße und gründeten den Förderverein Düsseldorfer Karneval, kurz FDK genannt. Zu dieser Zeit war Jochen Klüssendorff Leiter der Commerzbank in Golzheim und der ehemalige Oberbürgermeister Klaus Bungert wohnte im gleichen Haus, nur 2 Etagen höher. Jeden Morgen kam Klaus zu Jochen, hielt ein Pläuschchen und fuhr dann ins Büro. Und eines Morgens kam er an und sagte: „Du bist gestern zum Schatzmeister auserkoren worden, du bist bei der Bank und daher prädestiniert dafür. Wir gründen den Förderverein und du bist dabei.“ Und das ist Jochen Klüssendorff heute noch. Am 25. November 1998 war die Satzung soweit, dass sie ans Amtsgericht zur Eintragung gegeben werden konnte. Und heute, am 8. Januar 2021 ist es genau 2 x 11 Jahre her, dass der Verein ins Vereinsregister eingetragen wurde. Mitgliederzahl: 11. Der erste Vorsitzende war Heinz Lindermann.
Grund für die Gründung war, dass das Comitee Düsseldorfer Karneval ein ‚Haus des Karnevals‘ bekommen sollte mit angeschlossenem Museum. Die damalige Oberbürgermeisterin Marlies Smeets war von der Idee auch begeistert. Schnell war ein Haus gefunden, denkmalgeschützt und in direkter Nachbarschaft zum Rathaus, welches auch der Stadt gehörte. Das Haus wurde vom Comitee Düsseldorfer Karneval in Erbbaupacht erworben und das Comitee war der Bauherr für die umfangreiche Sanierung des Hauses. Als Architekt wurde Jürgen Geiselhart verpflichtet. Im Haus des Karnevals gibt es heute eine Umfassende Dokumentation über die gesamte Umbauphase. Und der Förderverein war dafür da, das nötige Geld für den Umbau zu beschaffen. Doch es ging erstmal langsam voran.

Im Zuge des Köttens, wurde schon mal eine leckere Gulaschsuppe gekocht und an die hungrigen Altstadtbesucher verkauft. Auch ein kleiner Anstecker mit Hausmotiv wurde gefertigt und für 3 Euro verkauft. Seit 2002 ist Hille Erwin, die Frau des damaligen Oberbürgermeisters Joachim Erwin, dabei. Und bereits im Dezember wurde sie zur Vorsitzenden gewählt. Mit dabei Dagmar Pagalies und Alex Hauck als Stellvertreter, Walter Schöneborn als Schriftführer und Jochen Klüssendorff als Schatzmeister sowie 90 Mitglieder und sechs Mitgliedsvereine. Unter der Vorsitzenden Hille Erwin ging es dann richtig zur Sache, denn das gesteckte Ziel war groß: Einrichten des Museums. Im ersten Schub wurden bereits 145.000 Euro gesammelt. Und es fanden sich viele weitere Förderer, die heute auf einer Tafel im Eingang des Museums dargestellt sind. Auch die viele Prinzenpaare beteiligten sich mit ihrer Spendenaktion an den immensen Kosten. Viereinhalb Jahre später war es dann soweit und das Museum öffnete am 14. Januar 2005 seine Pforten. Die Umbauarbeiten hatten bis dahin rund 880.000 Euro gekostet, von denen 375.000 Euro über Spenden an den Förderverein finanziert wurden, eingesammelt von Hille Erwin.



